Dienstag, 4. April 2017

MAN ist mit seiner Datenplattform Rio Vorreiter in der Logistikbranche

Von Ralf Keuper

Im Wettlauf um das neue Öl der Digitalmoderne, die Daten, setzt der Lastwagenhersteller MAN ein deutliches Zeichen. Mit RIO will MAN den Logistikunternehmen eine offene Plattform zur Verfügung stellen. Bereits im vergangenen Jahr erschienen mehrere Beiträge, die sich mit der neuen Plattform beschäftigten, wie in Alles schaut in Richtung RIO: MAN präsentiert Logistik-Plattform.

Vor wenigen Tagen erschien der informative Beitrag Wenn der Lastwagen autonom fährt. Ziel ist es, so der Vorstandsvorsitzende Joachim Drees, RIO zu "dem" Ökosystem für die Logistikbranche zu machen. Dazu soll die Tatsache beitragen, dass die Plattform markenunabhängig ausgelegt ist. Weiterhin heisst es in dem Beitrag:
Einbezogen werden sollen alle Beteiligten der Liefer- und Logistikkette; vom Versender, über das Transportunternehmen, Verlader, Disponenten, Fahrer und Empfänger. Partner zum Start des Projekts sind der Autozulieferer Continental, die führenden Anhänger- und Aufliegerproduzenten Schmitz-Cargobull, Krone und Meiller, Tom Tom als Navigationsspezialist, Microlise, Telogis und Idem als Lösungspartner und Start-ups wie der Parkassistent Parkhere und der Verladungsoptimierer Loadfox. Mittendrin steht MAN.
Darüber hinaus beabsichtigt MAN, mit RIO seine Wertschöpfungskette zu verlängern, d.h. neue Einnahmequellen zu erschließen, um so die Abhängigkeit vom reinen Verkauf der LKWs zu mindern:
Eine Fülle von Sensoren erfassen die Beladung, sie versorgen den Fahrer mit Navigations-, Verkehrs- und Wetterdaten, und sie geben Fahrempfehlungen in Echtzeit. Transport- und Umschlagprozesse lassen sich mit ihrer Hilfe deutlich verbessern. „Rio“ wird damit zu einem wesentlichen Bestandteil der neuen Strategie: „Für MAN wird es eine wichtige Serviceplattform sein, um Umsatz zu generieren, der ein Stück weg führt vom reinen Fahrzeugverkauf“, beschreibt Drees das Konzept. Damit erweitere das Unternehmen sein Geschäftsmodell. Es geht weit über das hinaus, was der Konzern bislang mit direkten Dienstleistungen um den Lkw wie etwa Wartung und Finanzierungen angeboten hat. „Rio ist eine digitale Form, unsere Wertschöpfungskette zu verlängern.“

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