Dienstag, 17. Januar 2017

Aktuelle Entwicklungen Digital Advertising (Adtech, Martech, Programmatic)

Von Ralf Keuper

Das Unternehmen AudienceScience, einer der Pioniere im digital advertising, ist erneut gezwungen, Mitarbeiter zu entlassen. AudienceScience versucht durch Programmatic Advertising gegenzusteuern: Digital advertising company AudienceScience cuts jobs amid shift in business

Der Digital-Chef von Fox, Joe Marchese, überrascht mit der Aufforderung an die Nutzer, Ad Blocker einzusetzen: Fox’s digital ad boss wants you to use an ad blocker

Nach Ansicht des Chefs der Medienplattform Quartz, Jay Lauf, sind Medien, die auf Einnahmen aus digitalen Werbebannern angewiesen sind, nicht vom Aussterben bedroht: Ad-Supported Digital Media Isn’t Dying, Says Quartz President

Da man bei Quartz mit der Qualität und den Streuverlusten gängiger Ads und Intermediäre nicht einverstanden war, beschloss man einen anderen Weg zu gehen. Statt mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, habe man sich bei Quartz für einen fokussierten Ansatz entschieden:
“We don’t necessarily need 100 million or 200 million unique users to be successful. We are laser-focused on trying to serve the global business professional…that is what attracts, I think very successfully, a loyal advertising base,” he said.”
Quartz attracts an audience of around 20 million unique users on a monthly basis, Mr. Lauf said, but believes publications without a focused audience strategy could have problems.
Fazit: 

Der Trend im Digital Advertising verläuft momentan in Richtung höhere Datenqualität, Verringerung der Streuverluste und Ausschaltung/Umgehung von Zwischenhändlern, die zwar über große Datenmengen und ausgebaute Distributionskanäle verfügen, die aber nicht mehr ausreichend sind, um gezielte Werbung schalten zu können, die den Nutzer nicht abschreckt, sondern zum Kauf oder Weiterklicken anregt. Erschwert wird diese Situation noch durch die neuen Datenschutzbestimmungen wie GDPR und ePrivacy. Selbst wenn sie nicht in der befürchteten Form umgesetzt werden, sind die Zeiten des Gießkannenprinzips im digital advertising vorbei.

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